| Das Loch In unserem Leben ist nicht immer alles schön und harmonisch. Wäre es so, dann bräuchte es keine schamanisch tätigen Menschen. Auch diese Menschen selbst, die wissen, wie sie sich selbst in den Zustand völliger Harmonie (pono) versetzen und dort halten können, werden nicht immer in diesem Zustand sein. Wir sind auf dieser Erde, in diesem Traum, um die "menschliche Erfahrung" zu machen, um zu lernen, um weiterzukommen. Und dazu gehört eben auch, dass nicht immer alles leicht und locker läuft. So ist auch der schamanisch tätige Mensch nie davor gefeit, in die Dunkelheit abzutauchen. Denn diese gehört, wie das Licht zu der "menschlichen Erfahrung". Diese dunkle Seite zu verneinen, abzulehnen hiesse, dass man nicht ein Ganzes sein will. Wenn nämlich immer alles super läuft, was gibt es dann noch zu lernen? Als schamanisch tätiger Mensch - vor allem, wenn man den Weg noch nicht so lange gegangen ist - ist man oft in Versuchung zu sagen: "So etwas darf mir doch nicht passieren, ich weiss es doch besser." Doch dieser Gedanke zeigt, dass man auf seinem Weg eben noch nicht so weit gekommen ist. Es ist eine wichtige Erfahrung auf dem schamanischen Weg, wenn man erkennt, dass es diese dunkle Seite gibt und dass sie nötig ist. Denn sie ist einer der wichtigsten Lehrer auf dem Weg durch die "menschliche Erfahrung". Denn nur duch Schmerz lernen wir zu heilen, nur durch den Fall in ein tiefes Loch lernen wir, uns daraus zu befreien. Als schamanisch Tätige wissen wir, dass wir diese dunkle Seite (pilikia) nicht abschaffen können und auch nicht sollen, wir wissen aber auch, dass es Wege gibt, diese zu überwinden. weiter >>> |
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