| Sich selbst helfen! Der Schamane/ Die Schamanin hat (neben der Aufgabe als LehrerIn) zwei Grundaufgaben. Die erste ist - auch wenn es erstaunlich klingt - sich selbst zu helfen. Erst die zweite ist anderen zu helfen. Nur wenn der Heiler/die Heilerin versucht, mit sich selbst im Reinen zu sein, wird es ihm/ihr gelingen, effizient und effektiv zur Heilung anderer beizutragen. Deshalb versucht er/sie zuerst, sich selbst zu heilen und seine persönliche Entwicklung stetig weiterzutreiben. Das heisst natürlich nicht, dass wir Jahre damit zubringen sollen, ohne nach links und nach rechts zu schauen, unser eigenes Heil zu suchen. Ein Leben würde dazu nicht reichen. Der Schamane/Die Schamanin sucht nicht nach Erleuchtung – wenigstens nicht in erster Linie. Doch wie sollen wir mithelfen, den Rucksack voller Steine eines Anderen ein Stück weit zu tragen, wenn wir selbst einen Berg auf unserem Buckel mitschleppen? Dies hat – für Therapeutinnen und Therapeuten auch einen ganz praktischen Grund: Wenn ich an einem Tag vor allem mit mir selbst beschäftigt bin, werde ich mich nicht in mein Gegenüber einfühlen können. Die eigene Heilung muss deshalb am Anfang stehen – und sie muss auch fortlaufend ganz oben auf der Liste stehen. Alle drei Ebenen Du solltest dabei beachten, dass du deine Heilung auf allen Ebenen ansetzt: physisch, psychisch und emotional. Schamaninnen und Schamanen stehen voll im Leben. Wir sind keine Asketen. Mässigung ist nicht unser Lebensmotto. Doch dies fordert auf allen Ebenen seinen Tribut. Es gibt zwei Ebenen von Selbstheilung: Die "tägliche" und die "grundsätzliche". weiter >>> |
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