Was ist Huna?
Drei Leit-Sätze
Aufschreiben und ständig wiederholen! :-)



Segne die Gegenwart


Vertraue auf dich selbst


Erwarte das Beste

Mein Leitmotto

In einem anderen Zusammenhang (siehe auch "Meine Wanderungen") bin ich auf ein Zitat gestossen, das dem ehemaligen Präsidenten Südafrikas und Nobelpreis-Träger Nelson Mandela zugeschrieben wird. Es ist für mich wohl, mit der nötigen Bescheidenheit verstanden, die beste Legitimation für schamanisch Tätige, die ich bisher gelesen habe. Deshalb ist dieses Zitat zu meinem Leitmotto geworden:

“Unsere tiefste Angst ist nicht, daß wir einer Sache nicht gewachsen sind.
Unsere größte Angst ist, daß wir grenzenlos mächtig sind.
Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten.
Wir fragen uns: Wer bin ich, um so brillant zu sein?
Aber wer bist Du, es nicht zu sein?

Du bist ein Kind Gottes.

Es dient der Welt nicht, wenn Du Dich klein machst.
Sich zu beschränken, nur damit andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtendes.
Wir wurden geboren, um den Ruhm Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.
Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen.
Wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir damit anderen die Erlaubnis, es auch zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere."


Mein Leitmotto

Drei Huna-Leitsätze

Die drei Huna-Ebenen

Die sieben Huna-Prinzipien

Ho'oponopono:
die Macht der Vergebung


Der Aloha-Spirit:
Gelebte Liebe


Turbo-Huna:
Die Dynamind-Technik


Schamanische Gesänge

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Was ist Huna?


Das Wort Huna ist aus dem Hawaiianischen entlehnt und kann "Geheimnis" oder "verborgenes Wissen" bedeuten. Es steht aber nicht für Wissen, das vor andern geheimgehalten werden soll, sondern für Wissen von der verborgenen, der unsichtbaren Seite der Dinge. Huna basiert auf einer alten Lebensphilosophie, die sich vor vielen Jahrhunderten in Polynesien, speziell auf den hawaiianischen Inseln ausgebildet hat. Diese wird auch heute noch von verschiedenen Linien (Familien) gelebt und weitergetragen. Meister dieser Philosophie werden auch kahuna genannt (siehe auch hier). Der Begriff Huna ist eher "modern", er war auf Hawaii nicht gebräuchlich. Die alten Hawaiianer hatten keinen Namen für die Philosophie, sie lebten diese einfach. Allenfalls umschrieben es einige mit Ho'omana ("Mana": Lebensenergie; "Ho'o": produzieren).

Den Begriff Huna geprägt hat Max Freedom Long in seinen Büchern. Der amerikanische Sprachwissenschaftler hat Anfang bis Mitte des letzten Jahrhunderts einige Male die hawaiianischen Inseln besucht und dort geforscht. Er wollte die Sprache und die Kultur der Inseln ergründen und stiess dabei auch auf Hinweise auf das "verborgene" Wissen. Mehr dazu im Kapitel über Max Freedom Long. Sein Verdienst ist es, dass sich die Menschen "auf dem Festland" und auch in Europa vermehrt für die hawaiianische Kultur zu interessieren begannen.

Nach Jahrhunderten der Unterdrückung - die Anwendung schamanischer Techniken war auf Hawaii bis in die Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts gesetzlich verboten - in denen das Wissen tatsächlich im Verborgenen angewendet und weitergegeben wurde, trat es langsam "an die Oberfläche" zurück. Einige Kahuna erkannten, dass das Wissen nur erhalten werden kann, wenn es auch Menschen ausserhalb Hawaiis zugänglich gemacht wird. Denn durch die Verbote verloren immer mehr Einheimische ihr Interesse daran.

Eine solche Ur-Familie, die Kahili-Familie, lernte vor vielen Jahren auch Serge King kennen, ein W-Festland. Der Psychologe interessierte sich für die Philosophie und wurde in einige "Geheimnisse" eingeweiht. Er entwickelte daraus eine moderne Sichtweise, die er ebenfalls "Huna" nannte und er trägt diese nun seit einigen Jahren mit wachsendem Erfolg in die Welt hinaus. Er ist wohl einer der prominentesten Vertreter dieser neuen "Kahuna"-Generation, weil er es verstanden hat, das "alte Wissen" auf unsere moderne Welt zu übertragen, auf eine Weise, die jede und jeder verstehen kann. Er gründete zusammen mit anderen Expertinnen und Experten Aloha International, eine Vereinigung, die den hawaiianischen Aloha-Spirit in die Welt hinaus trägt. Zusammen bilden diese Expertinnen und Experten in aller Welt schamanisch Tätige aus, die wiederum für die Weitergabe des Wissens sorgen.

Nicht alle Hawaiianer sind allerdings glücklich mit dieser "Festland"-Adaption ihrer alten Lebensweise. Es gibt deshalb auf Hawaii sehr viel Kritik an King und anderen "Zugewanderten" (siehe auch hier). Trotzdem hat die Arbeit Kings und der Lehrerinnen und Lehrern anderer "Linien" einen guten "Nebeneffekt": Die Popularität ihrer "Hawaii-Philosophien" auf der ganzen Welt hat dazu geführt, dass sich auch immer mehr Hawaiianerinnen und Hawaiianer wieder für das "alte Wissen" interessieren.

Diesen Artikel gibt es auch als pdf-File: "Was ist Huna?" (Rechtsklick, "Ziel speichern unter")

Der Begriff

HUNA -PHILOSOPHIE

Die drei Huna-Ebenen

Die Hawaianische Huna-Philosophie kennt drei Bewusstseins-Ebenen oder -Aspekte: den Herz-Aspekt, genannt Ku, den Verstandes-Aspekt, Lono und den Geist-Aspekt mit dem Namen Kane oder Aumakua.

Der Herz-Aspekt: Ku

Dieser Aspekt ist das Gedächtnis und der Körper. Seine Hauptfunktion ist das Erinnern. Das Ku lernt, erinnert, führt aus. Das Ku hat viele Qualitäten des "westlichen" Unterbewusstseins, wird aber nicht damit gleichgesetzt. Es bestimmt die Funktionen unseres Körpers und bewahrt dessen Integrität. Das Gedächtnis ist hier aber nicht im Gehirn gespeichert, sondern auf zellularer Ebene im gesamten Körper. Das Gehirn fungiert als eine Art "Verteilzentrum" der gespeicherten oder noch zu speichernden Information. Das Ku reagiert immer so, wie es es einmal gelernt hat. Um das Ku dazuzubringen, anders auf eine wiedererkannte Situation zu reagieren, muss man ihm neue Erinnerungen geben.

Der Verstandes-Aspekt: Lono

Das Lono kann mit dem Bewusstsein verglichen werden. Es ist sich aller inneren und äusseren Einflüsse bewusst. Es sieht, hört, fühlt, riecht und schmeckt. Es verbindet sozusagen die inneren und die äusseren Welten. Seine Hauptfunktion ist das Entscheiden. Es wägt ab, bewertet und sagt dann dem Ku, was als zu tun ist. Das Hauptwerkzeug des Lono ist die Immagination. Lono ist die einzige Bewusstseinsebene, über die wir die unmittelbare Kontrolle haben.

Der Geist-Aspekt: Kane, Aumakua

Das Kane ist die Quelle der Inspiration. Seine Hauptfunktion ist die Kreativität. Es repräsentiert in diesem Sinne das Göttliche in uns selbst. Das Kane kennt das Ziel und manifestiert das Erleben. Seine Hauptmotivation ist die Harmonie. In der hawaianischen Tradition wird es oft auch Aumakua genannt. Dieses Wort heisst auch "Vorfahren". Es ist der Sitz der "höheren" Ziele, die sich ein Mensch für sein Leben gesetzt hat. Es greift kaum je in die Entscheidungen des Lono ein, ausser dieses ist dabei, völlig vom Weg abzukommen. Aber wir können diesen Teil unseres Selbst um Rat fragen.

Einer meiner Lehrer hat die drei Bewusstseinsebenen einmal mit einer Autofahrt verglichen: Das Kane kennt das Ziel, das Lono entscheidet, welcher Weg dorthin genommen wird, und das Ku fährt den Wagen.



Quelle: "Der Stadtschamane" von Serge Kahili King (siehe auch: "Interessante Bücher")



Mehr Informationen zu diesem Thema findest du auch bei: Aloha International




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Die Sieben Prinzipien

Die Hawaiianische Huna-Philosophie (nach Serge King) kennt sieben Grundprinzipien, die das Leben und Handeln eines Menschen beschreiben. Diese Einteilung ist, wie jedes gewählte Grundgerüst, "willkürlich". Man könnte auch zehn, 50, 100 Prinzipien oder nur ein Prinzip aufstellen. Doch für jene Hawaiianer, die dieser Philosophie folgen, haben sich diese sieben Prinzipien als sinnvoll erwiesen. Die Sieben Prinzipien lauten wiefolgt:

1. Ike - Die Welt ist so, wie du sie siehst

In unserer westlichen Welt haben wir uns zu Meistern des Negativismus entwickelt. Wir nennen dies oft auch "Realismus". Ein völlig falscher Gebrauch dieses Wortes. Wenn wir beispielsweise glauben, dass uns jemand nicht mag, werden wir schnell in dessen Verhalten "Beweise" dafür finden, dass dies auch so ist. Wir achten darauf, was diese Person sagt, macht und wie sie sich uns gegenüber verhält. Gleichzeitig werden wir dieser Person aus dem Weg oder ihr gegenüber auf Konfrontationskurs gehen. In der Reaktion dieser Person auf das negative Verhalten unsererseits, das zweifellos in diesem Moment nicht mehr das freundlichste sein wird, sehen wir uns wiederum bestätigt. Wenn hier alles so eintrifft, wie wir es "vorausgesagt" haben, würde dann nicht auch das Gegenteil, das positive Gegenteil davon eintreten, wenn wir uns darauf konzentrierten? Die Huna-Philosophie sagt, dass dies so ist. Denn die Welt ist so, wie wir sie sehen.

Der Schamane geht davon aus, dass alles ein Traum ist. Wir träumen nicht nur, wenn wir schlafen, sondern auch, wenn wir wach sind. Ich träume in diesem Moment beispielsweise davon, diese Webseite zu erstellen und dass Menschen wie du kommen werden, um diese zu lesen. In deinem Traum stellst du dir vor, mehr über Huna zu erfahren und bist deshalb hier gelandet. Dies tönt vielleicht momentan etwas seltsam für dich. Wenn du dich aber eingehender mit Schamanismus befasst, wirst du es verstehen. Vorläufig belasse ich es aber bei dieser "Behauptung".

2. Kala - Es gibt keine Grenzen

"Natürlich gibt es die", werden nun viele ausrufen, "ich kann sie ja überall sehen." Doch wenn die Welt ist, wie wir sie sehen und überdies alles ein Traum ist, dann sind diese Begrenzungen gewählt, um durch den entsprechenden Traum gehen zu können. Will ich also die Grenzen verändern, muss ich die Vorstellung verändern. Um dies tun zu können, muss ich nur die entsprechenden Hilfsmittel und Techniken finden. Nehmen wir beispielsweise das Bungee-Jumping. Von einer Brücke zuspringen, um den freien Fall zu "geniessen", ohne danach zwangsläufig in eine andere Welt entfliehen zu müssen, schien lange Zeit unmöglich. Die Grenze war der unausweichliche Aufprall am Boden. Dann hat jemand das flexible Seil erfunden und ein anderer hat es an der Brücke und an den Füssen festgebunden und ist gesprungen. Dieser Mensch hat eine Grenze aufgelöst - oder mindestens verschoben. Aber ohne jetzt weiterhin in den Extremen zu schwelgen: Das Universum ist "grenzenlos" und genauso ist es unsere Vorstellungskraft.

3. Makia - Energie folgt der Aufmerksamkeit

Man kann sich nicht gleichzeitig auf alles konzentrieren. Im Moment habe ich mich entschieden, an dieser Webseite zu arbeiten. Deshalb kann ich nicht gleichzeitig einer Diskussion im Radio folgen. Ich kann auch versuchen, beides gleichzeitig zu tun. Dann werden sich aber zwangsläufig in diesem Text viele Fehler einschleichen. Weil ich die Aufmerksamkeit teile, kann ich mich nicht ausschliesslich auf diesen Text konzentrieren. Ich kann also nicht gleichviel Energie in das Verfassen dieses Texts stecken, wie wenn ich meine volle Aufmerksamkeit darauf richte.

4. Manawa - Jetzt ist der Augenblick der Macht

Wir leben im Jetzt. Die Schamanen gehen davon aus, dass es gar keine andere Zeit als die Gegenwart gibt. Wir können nicht in der Vergangenheit leben. Denn die Vergangenheit besteht nur aus Erinnerungen. Wir können auch nicht in der Zukunft leben, denn diese ist noch nicht passiert und verändert sich mit jeder Entscheidung, die wir jetzt treffen. Jetzt. Weder die Vergangenheit noch die Zukunft entscheiden, was wir aus unserem Leben machen. Denn dieses Leben findet jetzt statt. Ob dieses Jetzt eine Sekunde, eine Stunde, ein Jahr oder mehr dauert spielt keine Rolle. Nur jetzt können wir etwas verändern.

5. Aloha - Lieben heisst, glücklich sein mit

Wenn wir uns selbst, was wir sind und was wir tun nicht lieben, dann wird es nicht möglich sein, unser Leben positiv zu verändern. Denn die Liebe in ihrer reinen Form ist die mächtigste Kraft im Universum. Mit Hass, Indifferenz und anderen negativen Gegenteilen von Liebe kann man zerstören, etwas aufbauen kann man nur mit Liebe. Aloha, so ist es auch im Kapitel Aloha-Spirit beschrieben, ist das Hawaianische Wort für Liebe. Es ist die Richtschnur, von der sich das Leben an sich leiten lässt. Deshalb sei dies hier wiederholt: Die tiefere Bedeutung des Wortes ist: „das freudige (oha) Teilen (alo) von Lebensenergie (ha) in der Gegenwart (alo).“ ha steht für Atem und ohne Atem gibt es kein Leben, deshalb: Lebensenergie. alo heisst zusammen sein mit oder etwas teilen - im Hier und Jetzt. oha bedeutet Freude, Zuneigung. Und so ergibt sich das fünfte Prinzip: Lieben heisst, glücklich sein mit (etwas oder jemandem).

6. Mana - Alle Macht kommt von Innen

Wenn es keine Grenzen gibt, dann ist alles unendlich. Wenn alles unendlich ist, dann ist gleichzeitig alles am gleichen Ort. Und wenn alles gleichzeitig am gleichen Ort ist, dann ist es auch in mir drin; also auch die Macht, etwas positiv zu verändern. Und wenn die Welt so ist, wie ich sie sehe, dann kann ich diese auch verändern. Und wenn ich mich selbst und alles mich Umgebende liebe, dann stehe ich in meinem eigenen Leben und kann dieses selbst in die Hand nehmen. Ich habe also die Macht und das Können, die Welt, so wie ich sie sehe, mehr zu dem zu machen, was mich glücklicher macht. Aber nur ich kann das tun. Und ich kann das nur Jetzt tun.

7. Pono - Wirksamkeit ist das Mass der Wahrheit

Wenn eine angestrebte Veränderung nicht eintritt, dann ist dies nicht, weil sie eben nicht eintreten soll. Wenn ein Projekt scheitert, dann deshalb, weil ich noch nicht das richtige "Werkzeug" noch nicht die richtige "Technik" angewandt habe. Ich muss also etwas anderes ausprobieren.

Wenn allerdings eine Technik sogar "wider besseres Wissen" funktioniert hat, dann will ich diese nicht hinterfragen. Denn sie hat ja funktioniert. Und deshalb ist sie wahr. Die Wirksamkeit ist das Mass der Wahrheit. Deshalb sagt man in der Huna-Philosophie auch: "Wenn's funktioniert, ist's Huna!"



Quelle: "Der Stadtschamane" von Serge Kahili King (siehe auch "Interessante Bücher")


Mehr Informationen zu diesem Thema findest du auch bei: Aloha International

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Copyright by Philip Meyer 2005


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Ho'oponopono -
Die Macht der Vergebung

Wir glauben, dass Krankheit - oder auch "nur" eine Blockade auf dem Weg zur Erreichung eines Ziels - ihre Ursache in einer Form von Verspannung hat. Und diese Verspannung verhindert in einem gewissen Bereich den freien Fluss von Energie.

Ursachen für solche Verspannungen sind beispielsweise Angst oder Wut.
Beide Emotionen können in der Haltung begründet sein, dass Unrecht getan wurde oder Unrecht bevorstehen könnte.
Dies gilt auch und gerade für Streit in der Familie, Probleme in einer Beziehung oder einer Freundschaft, Schwierigkeiten mit Geschäftskollegen oder dem Chef, ja sogar einer schwierigen Beziehung zum Haustier.

Wenn man irgendwo wirklich nicht weiterkommt oder eine Verletzung oder Krankheit nicht abheilen oder ein Streit nicht enden will, dann kann häufig ein solches Unrecht Grund für die Blockierung sein. Auch wenn man keine Ahnung hat, wann ein solches geschehen ist.

Für den Schamanen, die Schamanin oder auch das Familienoberhaupt bei den alten Hawaiianern spielte das auch keine Rolle. Wenn kein erkennbarer Grund für das Problem vorlag, dann könnte es seine Ursache auch in der Vergangenheit, bei früheren Generationen haben.

Um das Problem aus der Welt zu schaffen, gab und gibt es eine recht einfache Methode, die aber sehr viel Offenheit, Ehrlichkeit und guten Willen erfordert.
Man bittet um Vergebung.
Und zwar jene Person, der Unrecht getan wurde - selbst dann, wenn wir nicht so ganz genau wissen, bei wem wir uns eigentlich zu entschuldigen haben.
Im alten Hawaii ging das ungefähr so vonstatten:

Es wurde ein Familienrat einberufen und alle setzten sich in den Kreis.
Zuerst wurde dann gechantet (gesungen) und musiziert, um alle aufeinander einzustimmen. Denn vielleicht bestand das zu behandelnde Problem ja sogar zwischen zwei Anwesenden.

Dann begann das Familienoberhaupt mit der Zeremonie.
Ganz wichtig war bei diesem Unterfangen das Verständnis, dass mit dem Ende dieser Zeremonie das Problem ein für allemal aus der Welt geschaffen war.
Wären sich zwei Streithähne nach einer solchen Mediation über die gleiche Sache wieder in die Haare geraten, hätten sie nicht nur die gesamte Sippschaft vor den Kopf gestossen, sondern auch diejenigen Kräfte, die um Hilfe bei der Vergebung gebeten worden waren.
Bei der Zeremonie wurde eigentlich nie das vorliegende Problem selbst angesprochen. Man ging davon aus, dass wenn alles mit allem verbunden war, auch das ganze Universum irgendwie davon wusste.
Und weil man nicht wusste, was noch alles in dieser Situation mitschwingt, wurde der Weg über eine Bitte um allgemeine Vergebung gewählt.
Die dabei verwendeten Texte waren sehr individuell. Das unten angeführte Beispiel ist also nur eine mögliche Version. Solltest du diesen Weg der Bitte um Vergebung gehen, kannst du auch deinen eigenen Text wählen.

Nicht immer wird es dir gelingen, alle Betroffenen in einen Kreis zu bringen. In einer Dorfstruktur vor hunderten von Jahren war dies einfacher, weil man den ganzen Tag nahe beieinander war und alle daran interessiert waren, letztlich irgendwie miteinander auszukommen. Zudem war diese Zeremonie Teil einer lebendigen Tradition.

Doch es ist nicht immer zwingend, die Betroffenen in einen Kreis zu bitten. Wenn du selbst ohne jegliche Bedingungen bereit bist, das Problem gehen zu lassen, dann kannst du die Zeremonie auch ganz für dich alleine in einem imaginären Kreis durchführen.

Das Ritual funktioniert in beide Richtungen. Du kannst es also nicht nur durchführen, wenn du oder die Deinen jemandem etwas angetan haben.
Du kannst es auch und gerade auch dann tun, wenn dir Unrecht widerfahren ist.
Wenn du auch in dieser Situation bereit bist, das Problem als erledigt zu betrachten, weil du weiterkommen willst, dann tu es nur.
Allerdings verwendest du auch dann den gleichen Text. Auch dann bittest DU um Vergebung.
Dies einerseits im Glauben, das das zu dir zurück kommt, was du aussendest - und im Wissen, dass es nebenbei schon auch noch irgendwen gibt, bei dem du dich für irgendwas entschuldigen könntest.
Andererseits zählt aber auch das tiefe Verständnis, dass nicht die Situation selbst problematisch ist, sondern unsere Einstellung dazu.
Also nicht das uns angetane Unrecht belastet uns, sondern dass wir uns als Opfer fühlen und wütend auf den Täter sind.
Auch diese Wut lässt sich mit ho'oponopono auflösen, indem wir für den Täter um Vergebung bitten, indem wir selbst um Vergebung bitten.

Lass dich nicht entmutigen, wenn dir dieses Konzept zuerst absurd erscheint. Es ist für in unserem linearen Weltbild aufgewachsene Menschen nicht einfach zu verstehen.

Versuch es einfach! Es wird helfen, die Situation aufzulösen.

Nun aber wie versprochen eine mögliche Version des Gebets, das du bei deinem ho'oponopono-Ritual sprechen kannst:

Aloha
Göttlicher Schöpfer, Vater, Mutter und Kind in einem.
Wenn meine Familie, meine Verwandten oder meine Vorfahren
jemanden beleidigt, verletzt oder in unwürdiger Weise behandelt haben,
oder dessen Familie, dessen Verwandten oder dessen Vorfahren
in Worten, Verhalten oder Taten
vom Anbeginn der Schöpfung bis zum heutigen Tag
Dann bitten wir hiermit um Vergebung.
Lass dieses Gebet Reinigung und Auflösung sein
Von allen schlechten Gefühlen, Erinnerungen,
Blockaden, Energien und Vibrationen
Und verwandle all diese unerwünschten Energien in reines Licht.
So ist es und so soll es sein, heute und für immer.

Amama! (Amen)


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Berichte mir bitte über deine Erfahrungen mit diesem Ritual.

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Schamanische Gesänge

In vielen schamanischen Traditionen spielen Trommeln oder auch den Geist anregende Mittel eine grosse Rolle. Mit ihnen bringen sich die Schamaninnen und Schamanen in die richtige Stimmung, um auf schamanische Reisen zu gehen. Nicht so die Hawaianischen Schamanen. Um in einen "anderen Traum" einzutreten, wie sie es nennen, braucht es vor allem Stille. Natürlich spielen auch auf Hawai rituelle Trommeln eine wichtige Rolle.

Oft ist es aber, gerade auch in der heutigen "lärmigen" Zeit nicht immer ganz einfach, diese innere Stille zu finden. Sich zu zentrieren und alle drei Aspekte auf eine Linie zu bringen, ganz im pono zu sein, wie dies meine Lehrerin Connie Rios nennt, ist aber sehr wichtig, um schamanisch zu reisen.

Um diesen Zustand zu erreichen, kann man die pikopiko-Atmung benutzen (beschrieben im Kapitel "Aloha-Spirit"). Hawaianische Schamaninnen und Schamanen singen dazu aber auch gerne und oft so genannte Chants. Dies ist eine Art Singsang, Kinder- oder Schlafliedern ähnlich. Der Inhalt ist einfach zu lernen (aber sehr bedeutungsvoll), die Melodie einfach zu singen.

Diese Chants können verwendet werden, um eine Gruppe oder ein Heilkreis auf eine "gemeinsame Schwingung" einzustimmen. Sie finden Anwendung in Tempel-Ritualen.

Ein Beispiel für einen Englischen Chant, den ich vor einiger Zeit geschrieben habe, kannst du hier lesen:
Three Trees

Hier findest du zwei hawaiianische Chants, die ich von Connie Rios lernte:
Pono Chants

Der Welt helfen, sich selbst zu helfen

Der Zweck - Der Plan - Der Weg
von Aloha International


Der Zweck

Das Aloha-Projekt von Aloha International soll das Werkzeug sein, das allen Völkern der Erde helfen soll, sich selbst zu helfen, um mehr Frieden, gesundheit und Wohlstand zu erreichen. Es offeriert praktische Ideen und Techniken, die einfach anzuwenden sind und die man sich leicht zu merken kann.

Der Plan

Das Projekt wird gegenwärtig publiziert und wo nötig übersetzt. Zwei Broschüren werden an so viele Menschen, Organisationen und Institutionen wie möglich auf der ganzen Welt verschickt. Das Projekt wird laufend weiterentwickelt und weitere Möglichkeiten zur Erfüllung des Zwecks werden gesucht.


Die folgenden zwei Broschüren werden für das Projekt verwendet:

1. Die kleine rosa Aloha-Broschüre

2. Hilf Dir selbst mit Dynamind

Seit Die kleine rosa Aloha-Broschüre 1975 unter dem Namen "Der Aloha-Spirit" erstmals veröffentlich wurde, hat Aloha International über 200'000 Kopien davon verschickt. Es wurde in ein Dutzend Sprachen übersetzt und ist auf vielen Webseiten publiziert worden. Um die Verbreitungsmöglichkeiten zu erweitern, wurde nun der Name geändert. Der neue Name kann einfacher in die meisten Sprachen übersetzt werden. Zudem haben in den vergangenen Jahren immer mehr Leute einfach nur nach "der kleinen rosa Broschüre" gefragt. Um den Text online zu lesen, kannst du nun zu Die kleine rosa Aloha-Broschüre gehen.

Hilf Dir selbst mit Dynamind erklärt eine unglaublich schnelle, einfache und wirkungsvolle Technik, die seit 2000 in den USA und Europa mit Erfolg gegen physische, emotionale und psychische Probleme angewendet wird. Obwohl es in beiden Gegenden bereits viele zertifizierte Dynamind-Therapeuten gibt, die Menschen bei der Ausübung der Technik anleiten können, hat sich herausgestellt, dass die meisten Anwender die nötigen Schritte nach einfacher schriftlicher oder mündlicher Anleitung auch selbst durchführen können. Die Einsatzmöglichkeiten dieser Technik wurde in der Praxis ständig erweitert. Um die deutsche Übersetzung der Anleitung zu lesen, kannst du nun zu Die Dynamind Technik gehen.

Der Autor beider Broschüren, Dr. Serge Kahili King, hat sich bereit erklärt, auf sämtliche Tantiemen und andere Entschädigungen für seine Texte zu verzichten, um das Projekt zu unterstützen. Dr. King ist promovierter Psychologe und Generaldirektor von Aloha International. Mehr Informationen über Dr. King und seine Publikationen erhältst Du bei: The Huna Store. (in Englisch)

Aloha International, ein weltweites, nicht-gewinnorientiertes Netzwerk von Lehrern und Heilern, das sich der Anwendung und der Weitergabe von Möglichkeiten und Wegen zur Selsbstentwicklung und zur Harmonisierung ihrer Umgebung - basierend auf einer alten Hawaiianischen Philosophie -, wird die Arbeitskraft, die Ausrüstung und andere notwendige Mittel zur Verfügung stellen, um dieses Projekt umzusetzen.

Die nächste Phase des Projekts - die Übersetzung der Broschüren ins Hebräische und ins Arabische und der nachfolgende Versand nach Israel und Palästina - hat bereits begonnen.

Der Weg

Drei Elemente sind nötig für den Erfolg des Projekts:
Empfänger, Freiwillige und Spender

"Empfänger" sind Menschen, Gruppen, Organisationen oder Institutionen, die eine oder beide der Broschüren erhalten möchten. Wenn du einen oder mehrere mögliche Empfänger kennst, schicke ihre(n) Namen bitte an Aloha International. (in Englisch)

"Freiwillige" sind Menschen, die ihre Dienste zur Übersetzung, Veröffentlichung im Internet und /oder Verteilung der Materialien als Broschüren oder in anderer Form gratis zur Verfügung stellen, um das Projekt zu unterstützen. Wenn du dich in dieser Weise beteiligen möchtest, schreib bitte an Aloha International.(in Englisch)

"Spender" sind jene Menschen, Gruppen, Organisationen oder Institutionen, die das Projekt finanzieren. Die Produktions- und Versandkosten, um eine Broschüre an irgendeinen ort der Welt zu schicken, wenn möglich auf dem schnellsten Postweg, wurden auf US-$ 1.00 berechnet und fixiert. Spenden, die den Versand von Broschüren in den Vereinigten Staaten unterstützen, finanzieren damit automatisch den Versand von Broschüren in andere Gegenden der Welt, zum Beispiel in den Nahen Osten oder nach Südamerika, mit.


Das Projekt kennt sechs verschiedene Spender-Kategorien:

1. Spender und Spender: Dies sind Menschen, die zwischen $1.00-$24.00 spenden. Damit können sie 1-24 Broschüren in jeder möglichen Kombination an von ihnen ausgewählte Mitmenschen schicken lassen.

Wer für sich selbst diese Broschüren bestellen will, kann dies selbstverständlich auch tun. Statt einer Spende zahlen diese einen Betrag ein ($1.00-$2.00), der die Postkosten deckt.

2. Aloha Freund/Freundin: Dies sind Spenderinnen und Spender, die zwischen $25.00 und $99.00 an das Projekt beisteuern.

3. Aloha Promotor: Dies sind Spenderinnen und Spender, die zwischen $100.00 und $999.00 an das Projekt beisteuern.

4. Aloha Supporter: Dies sind Spenderinnen und Spender, die zwischen $1,000.00 und $4,999.00 an das Projekt beisteuern.

5. Aloha Patron: Dies sind Spenderinnen und Spender, die $5000.00 bis $9999.00 an das Projekt beisteuern.

6. Aloha Wohltäter: Dies sind Spenderinnen und Spender, die $10'000.00 oder mehr an das Projekt beisteuern.

Alle Spenderinnen und Spender können selbst entscheiden, wer die gesponserten Broschüren erhalten soll. Sie können es aber auch Aloha International überlassen, die Empfänger auszuwählen. Wenn Sie möchten, werden die Namen der Spenderinnen und Spender zusätzlich auf einer speziellen Sender-Webseite genannt.

Gib ein Aloha-Geschenk:

Gib ein Aloha-Geschenk: Freunde, Promotoren, Supporter, Patrons oder Wohltäter möchten vielleicht jemandem zu Ehren die Broschüren verschicken lassen. Anlass für ein solch spezielles Geschenk kann ein Geburtstag, ein Jahres- oder Gedenktag oder irgend ein anderer spezieller Tag sein. Aloha International wird die Broschüren in dessen Namen verschicken und, wenn gewünscht, dies der so geehrten Person in einem persönlichen Brief mitteilen.

Wenn Du mit deiner Spende zum Gelingen des Projekt beitragen möchtest, kannst Du nun zur Das Aloha-Projekt Spenden-Seite gehen. (in Englisch)
Mehr Informationen oder deine persönliche Kopie der beiden Broschüren erhältst du bei

Aloha International (in Englisch)


Copyright by Hunaworks 2003
Aus dem Englischen übertragen von Philip Meyer
Kommentare (in Englisch) an: serge@huna.org

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