Versuchte Depression NEU!

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Ein Gebet für den Frieden

Dass ich beim Nachtgebet stolz sagen kann: "Sieh her Universum, ich bin in der Lage mir eine miese Realität zu schaffen!"???

Der Staatsanwalt würde das vor Gericht "Versuchte Depression" nennen. Es ist ein Vergehen an mir selbst. Die Strafe dafür: Mit wird an diesem Tag so einiges nicht gelingen - oder gar misslingen, weil die kreative Energie fehlt. Die schwarze Wolke über meinem Kopf saugt sie quasi aus meinem Körper ab.

Das muss nicht sein.

Es gibt Tage, an denen wir uns wirklich nicht gut fühlen. Aber sogar dann haben wir Möglichkeiten, unsere Situation zu verbessern: Affirmationen, Gebete, Segnungen, Rituale, Entspannungsübungen, Dynamind, Ruhe, Wasser, Sonnenlicht, Freunde, Früchte und Gemüse oder im schlimmsten Fall Bachblüten, Homöopathie, gar Schulmedizin.

Doch üble Laune ist keine Krankheit. Es ist blosse Einstellung. Und es gibt nichts, das einfacher zu ändern ist als meine Einstellung. Statt in einem Sumpf von Klagen zu versinken, können wir unsere Energie dafür einsetzen, um wieder ins Kanu zu klettern. Denn paddeln ist immer einfacher als in den heftigen Wellen des Alltags zu schwimmen. Noch dazu, wenn wir im Kanu vielleicht Kollegen finden, die mitpaddeln.

Wenn ich mich am Morgen dabei erwische, dass ich unnötig den Griesgram spiele, versuche ich inne zu halten. Ich entschuldige mich bei mir und bei jenen, die ich vielleicht bereits ans Bein getreten habe. Dann beginne ich eine Weile lang wild alles zu segnen, was in meinem Blickfeld ist und was mir gerade so in den Sinn kommt. Zudem versuche ich mit etwas gezielter Atmung (Piko-piko, u.ä.) die Gewitterwolke über meinem Kopf wegzublasen. Immer hilfreich sind die bereits an anderer Stelle erklärten "5 Dankeschön".

In ganz kurzer Zeit merke ich, wie eine Last von meinen Schultern abgleitet, wie mein Kopf frei wird – und der Tag eine ganz andere Wendung nimmt.

Es gibt genug Hürden, die wir im Leben nehmen müssen. Es bedarf keiner zusätzlichen Stolpersteine, die wir uns selbst in den Tag legen.



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