| Der See fehlt Ich lebe in einer wunderbaren Stadt, Basel, die nicht zu gross und nicht zu klein ist. Sie hat viele Bauten und viele Grünflächen und Wasser. Neben einer fast unüberschaubar grossen Zahl von Brunnen und einigen Weihern, dominiert der Rhein, ein Strom, der die Stadt durchschneidet. Wir Basler nennen ihn liebevoll "Vater Rhein", "Babbe Rhy" in unserem Dialekt oder ganz einfach als Kosenamen "dr Bach", was natürlich ziemlich untertrieben ist. Die Stadt ist auf sanften Hügeln und in den dazwischen liegenden Senken gebaut, die wir gerne "Berg" (z.B. "Steinebärg", "Spaalebärg") und "Tal" ("Dalbedaal") nennen. Sie hat eine wunderschöne Altstadt und viele Schmuckstücke moderner Architektur. Sie ist Heimat einer der ältesten Universitäten Europas, die schon viele berühmte Denker angezogen hat. Die Stadt liegt in der nordwestlichsten Ecke der Schweiz, umgeben von Deutschland (dem "Baadische") und Frankreich (dem "Elsass"). Basel ist Einzugsgebiet und Bezugspunkt für Menschen aus drei Ländern. Ein wunderbarer und wundervoller Ort. Und so sprechen auch viele Menschen aus der Stadt und aus dem Umland darüber, dass es ein Geschenk ist, in dieser Region leben zu dürfen - nicht ohne, typisch baslerisch, auch auf die vielen kleinen Fehler hinzuweisen, die diese Stadt und die Umgebung haben. Doch dies fällt nicht weiter ins Gewicht. Etwas anderes ist es, wenn mir jemand sagt: "Diese Stadt wäre wirklich die perfekte Heimat - wenn sie an einem See liegen würde." Zürich und Luzern hätten Basel hier eben immer etwas voraus. Diese Menschen sprechen hier über einen "Mangel", der - ohne riesige Erdverschiebungen - nicht zu beheben ist. Für mich ist klingt dies ähnlich, wie wenn sich jemand in der Karibik, an einem weissen Sandstrand, an einem wunderschönen Tag, vor ruhigster, klarster, hellblau leuchtender See beklagt, dass es in der Hotelanlage keinen Pool hat. weiter >>> |
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