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Wir können auf drei Arten auf diesen Mangelzustand reagieren:

1. In eine andere Stadt ziehen. Dort werden wir uns aber nur besser fühlen, wenn diese einen richtigen See hat. Sonst wird sich der Mangelzustand mit Sicherheit auch am neuen Ort manifestieren.

2. Uns in unserem Unglück "wälzen". Manche Menschen glauben, dass sie ein gewisses Mass an Unzufriedenheit brauchen, um leben zu können. Man nennt dies in der Therapie "Krankheitsgewinn". Oder sie gehen davon aus, dass sie an ihrer Situation sowieso nichts andern können.

3. Wir erinnern uns an die Ursache und korrigieren sie.

Ich halte die dritte Variante für die Erfolg versprechende. Diese Techniken gelten für die Behebung aller Arten von Mangelzuständen. Damit es einfach und anschaulich bleibt, werde ich mit dem eingeführten Beispiel "Basel und See" weiterfahren.
Dieser dritte Weg ist sicher nicht die einfachste Variante, denn sie bedarf einiger Arbeit. Alte "Glaubenssätze" neu zu programmieren, kann so schwierig sein, wie einen wegen jahrelanger Trockenheit steinhart gewordenen Acker umzupflügen. Du musst die Übungen viele Male wiederholen, bis du wirklich davon überzeugt bist, dass - so mein gewähltes Beispiel - Basel wirklich keinen See braucht. "Rückfälle" in alte Glaubensmuster sind dabei nicht auszuschliessen. Doch Beharrlichkeit führt zum Erfolg.

Es gibt hierzu viele verschiedene Techniken, je nach Veranlagung oder Übung:

- Du kannst dir beispielsweise ausmalen, wie Basel aussehen würde, wenn es an einem See liege. Der Rhein könnte darin münden und daraus abfliessen, wie beispielsweise beim Bodensee. Dann kannst du selbst entscheiden, ob dir dieses Bild wirklich gefällt. Ich habe dies beim Schreiben dieses Artikels gemacht und habe mich köstlich amüsiert. Wo immer auch ich den See platziert habe, er wollte einfach nicht hinpassen.

Es ist bei dieser Übung grundsätzlich auch egal, wie stark du die Stadt selbst veränderst, damit sie in dein Bild mit dem See passt. Aber je mehr du das tust, desto mehr veränderst du auch, was dir bis jetzt an der Stadt gefallen hat. Das wäre fast so, wie wenn du in einer Prüfung die Frage so lange veränderst, bis deine Antwort dazu passt.

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