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Sprachverdrehungen dieser Art prasseln heute täglich auf uns nieder.
Doch nicht nur die Medien zwingen uns diese Monstrositäten auf.

Wir selbst sprechen bald ausschliesslich in Superlativen. Alles ist "mega" oder sogar "giga".
Wären wir "Kidz", wäre das nicht weiter blöd. In Teenager-Jahren gehören solche künstlichen Überhöhungen dazu, weil die Realität der "weder-Fisch-noch-Vogel"-Zeit mehr als schwierig ist.
Diese Überspiegelung der Realität ist dann sinnvoll. Denn sie hilft mit, neue Horizonte abzustecken.
Die lebenslange und allumspannende Teeny-Phase, in die wir und unsere Umwelt je länger je mehr hineingeraten, ist aber auf Dauer nicht gesund.

Die ständige Überhöhung des Faktischen führt über kurz oder lang auch bei sehr selbstbewussten Menschen zu Ohnmachtsgefühlen und Verlustängsten.

Wenn alles immer Kult, Mega, Hyper sein muss, dann können wir dieses Ideal immer weniger häufig erreichen.
Die "heute-top-morgen-flop"-Mentalität geht so weit, dass von jedem erwartet wird, dass er zu jeder Zeit immer das Maximum abrufen kann. Und das ist letztlich nicht möglich.
Wir stellen beispielsweise keinen Lehrling mehr ein, wenn er nicht schon handwerklich spitzenmässig drauf ist und gleichzeitig beste Schulnoten mitbringt - mit 15!
Und gleichzeitig erreichen wir selbst die von uns gesteckten Ziele immer weniger. Weil unsere Ziele nicht mehr ehrgeizig sind, sondern unmöglich. Und weil wir uns keine Zeit mehr geben, diese zu erreichen.



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