moeu'hane

Es ist ein
Traum*.
Es ist mein Traum.

Ich stehe vor einem grossen alten Tor. Der Bogen ist reich verziert. Das sieht man trotz des Mooses, das sich darüber ausgebreitet hat. Das Tor selbst ist kunstvoll geschmiedet.
Als ich darauf zutrete, öffnet es sich wie von selbst. Ein Troll huscht rasch zur Seite. Ich frage ihn, was ich tun solle. Er macht scheuchende Bewegungen mit seinen Armen: "Geh, geh!"

Also gehe ich weiter.

Hinter einem kleinen Hügel, der sich gleich nach dem Tor erhebt, sehe ich einen Lichtschein. Ich drehe mich noch einmal zum Troll um, der gerade einen übergrossen Pilz streichelt. "Kusch", macht er in meine Richtung. Ich gehe den schmalen Pfad hoch.
Hinter der Kuppe angekommen, muss ich mir die Hand vor die Augen halten, so gleissend hell ist das Licht. Nur langsam gewöhne ich mich daran und kann die Augen nur zu ganz kleinen Schlitzen ziehen.
Vor einer goldenen Altarwand sitzt ein riesiger goldener Medizinbudda. Ich frage ihn, weshalb ich hier bin. Er lächelt mich nur an. Ich frage ihn erneut. Er drehte seinen Kopf leicht nach rechts, gerade als eine Stimme hinter dem Altar erklang: "Immer noch so ungeduldig?"
Ich versuchte durch das gleissende Licht hindurchsehen, dachte, ich könne eine Bewegung erkennen. Langsam und bedächtig näherte sie sich. Es war die Mutter aller Mütter, Stärke, Weisheit und ewige Geduld ausstrahlend.
"Komm", sagte sie und ich ging langsam auf sie zu. Sie hatte keine Hast und in mir breitete sich eine ungekannte Ruhe aus.
"Bist du es?", fragte ich überglücklich, denn ich kannte die Antwort bereits. "Wirst du mich nun begleiten, für immer, auf all meinen Reisen?"

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